Jeder Thüringer weiß Bescheid, wenn wir Schwerin als das „Weimar von MeckPom“ bezeichnen würden. Freilich haben wir nicht alle Städte hier in der Umgebung gesehen, aber der Vergleich liegt wirklich nahe. Allein das Schloss erscheint geradezu atemberaubend am Fuße der Innenstadt, umringt vom Schweriner See. Natürlich darf auch die dem Schloss gebührende Parkanlage nicht fehlen. Es sind schon wirklich beeindruckende Bilder, die wir sammeln konnten.

Unseren Abend hier konnten wir direkt an einem Yacht-Hafen verbringen, zufälligerweise luden unsere Hosts zum vielleicht schönsten Fest im Leben eines Menschen und so fanden wir uns eine Taxifahrt und einigen Fußmarsch später zwischen lauter feierlustigen Norddeutschen wieder. Solche waren uns übrigens auch vorher schon begegnet, kein Wunder, denn ein Roland Kaiser Auftritt am Schlossgarten wird hier so gefeiert wie die Queen in London.

Schwerin fällt durch seine kleinen verwinkelten Gassen und seine zahlreichen verkehrsfreien Straßen auf, durch die man ohne Weiteres gemütlich durch die Innenstadt laufen kann. Wir gehen am Marktplatz vorbei. Vorbei an Tanzpärchen, die sich in einer Art Flashmob dem Takt eines langsamen Tangos hingeben. Und mit Blick auf den Dom (ein prachtvolles Gebäude), vorbei am Café Mojo und auf die Mecklenburgstraße, so etwas wie die hiesige Einkaufsstraße. An deren Ende schließt sich der Pfaffenteich mit Springbrunnen an. Dieser rundet das Gesamtbild Schwerins ab – ein attraktive Landeshauptstadt.

Achso und natürlich haben wir auch Musik gemacht. Frühmorgens ein kleines Privatkonzert, danach auf einer Brücke neben dem Schloss und zuletzt in der Mecklenburgstraße. Es war zwar Sonntag, aber Zuhörer hatten gab es trotzdem genügend. Danke Weimar … äh, Schwerin.