Wie auch in den meisten anderen Teilen Deutschlands ist dieser Tag im wahrsten Sinne des Worte ins Wasser gefallen. Dauerregen. Und das, nachdem es am Abend zuvor bei unserem fast schon traditionellen Hafenrundgang (nicht ohne vorher auch mal Hausmannskost á la Salzwasser zu testen) recht vielversprechend aussah.

Zum Thema Stralsunder Hafen können wir festhalten: Es ist alles beim Alten. Möwen, Angler und spazierende Pärchen, die die kühle Ostseeluft genießen. Ein paar Kinder tollen auf den Stegen umher, natürlich immer mit der nötigen Schwimmweste und dann kommt noch ein prachtvolles Segelboot vorbei. Fragt man sich wirklich, wie berühmt man werden muss, um sich sowas leisten zu können!?

Den Sonnenuntergang gibt es hier gratis und in der Ferne hören wir eine ziemlich gute Coverversion eines Joshua Kadison Klassikers: „Jessie Paint your pictures…“. Klar, dass hier gefeiert wird. Die berühmten Wallensteintage sind grad erst vorbei und es gibt bestimmt noch Restalkohol, der unter die Touristen gebracht werden muss.

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Aber wieder zurück zum Beginn, wir haben bei Tilman übernachtet, schöne zentrumsnahe Studentenbude und das ist wirklich ernst gemeint, denn hier wohnen die Studis im Fachwerkbau mit klassischen Holzbalken quer durchs Zimmer. Einfach herrlich und schreiende Möwen um fünf Uhr morgens (so verspricht jeder mittelgute Reiseführer) gehören ja sowieso schon lange zum Stralsunder Ambiente.

Am Morgen hat uns nicht wirklich viel nach draußen gedrängt, außer natürlich die Lust zu musizieren. Aber zuerst gab es dann ein ordentliches Frühstück bei unserem Bäcker des Vertrauens in der Mönchstraße.

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Es lässt sich leicht vermuten, dass hier heute keiner trockenen Fußes das Haus betreten wird, wenn man sich den Himmel so ansieht (und den Wetterbericht).

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Aber eigentlich ist uns das auch egal, wir sind hier, um Musik zu machen und von ein bisschen Dauerregen lassen wir uns nicht entmutigen. Nach einiger Zeit haben wir ein geeignetes Vordach gefunden, kurz die Gitarre gestimmt, ein paar Minuten warm spielen und auf geht es.

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Wir können nur eins sagen. Hut ab (trotz Regen), wir hatten tolle Stunden hier. Nette Gespräche, interessierte Hörer und ein neues Album, welches an eine österreichischen Band geht „Niemandsland“ heißt die Truppe, werden wir uns bei Gelegenheit mal anhören, vielleicht spielen wir schon bald mal international 😉

Unsere nächste Station heißt aber erstmal Rostock.